Branded Tracking in Shopify: Sendungsverfolgung im eigenen Shop
Der Tracking-Link ist einer der Links, die deine Kunden am sichersten anklicken. Die Frage ist, ob sie dabei in deinem Shop landen oder beim Paketdienst.
Johannes Kröger · Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit
Branded Tracking in Shopify bedeutet: Deine Kunden verfolgen ihr Paket auf einer Seite in deinem Shop und in deinem Design, nicht auf der Seite des Paketdienstes. Der Status ist derselbe. Der Unterschied ist, wo der Kunde dabei ist und was er außer dem Status noch sieht.
Was ist Branded Tracking, was ist Branded Track and Trace?
„Track and Trace“ kommt aus der Logistik. Gemeint ist die Rückverfolgung einer Sendung über den ganzen Weg, vom Versand bis zur Zustellung. Im Alltag sagen die meisten einfach Tracking oder Sendungsverfolgung.
„Branded“ heißt: Die Sendungsverfolgung läuft auf einer Seite im Look deiner Marke. Dein Logo, deine Farben, deine Navigation. Die Statusdaten kommen weiter vom Paketdienst, aber der Kunde sieht sie bei dir.
Branded Tracking und Branded Track and Trace meinen also dasselbe: eine Sendungsverfolgung für deinen Shopify-Shop, die zu deiner Marke gehört.
Warum führt die Carrier-Seite Kunden aus dem Shop?
Der Standardweg in vielen Shops: Shopify verschickt die Versandbestätigung, darin steht die Sendungsnummer mit einem Link zum Paketdienst. Der Kunde klickt und landet auf der Seite von DHL oder einem anderen Dienst.
Dort sieht er Logo, Farben und Angebote des Paketdienstes. Von deinem Shop ist nichts mehr zu sehen. Es gibt keinen Weg zurück in deinen Shop, keine passenden Produkte, keinen Hinweis auf deinen Support.
Das ist kein Fehler des Paketdienstes. Seine Seite ist für alle Sendungen gebaut, nicht für deine Marke. Aber für dich ist es ein verpasster Moment. Der Kunde hat gerade einen Grund, sich mit deiner Bestellung zu beschäftigen, und schaut vielleicht mehrmals nach, wo das Paket ist. Jeder dieser Besuche findet woanders statt.
Was gehört auf eine gute Tracking-Seite?
Eine gute Tracking-Seite beantwortet zuerst die Frage, mit der der Kunde kommt: Wo ist mein Paket? Alles andere kommt danach.
Der Status, klar und oben
Aktueller Status, erwartete Zustellung, Verlauf der Sendung. Gut lesbar auf dem Smartphone, denn dort wird die Seite meist geöffnet. Keine langen Tabellen, keine Fachbegriffe aus der Logistik.
Dein Shop drumherum
Header und Footer deines Themes, deine Markenfarbe, deine Navigation. Der Kunde soll merken, dass er bei dir ist, und mit einem Klick zurück in den Shop kommen.
Passende Produkte
Unter dem Status ist Platz für Empfehlungen, die zur Bestellung passen. Zum Kaffee die Mühle, zum Futter die Snacks, zur Creme das Serum. Wichtig ist, dass du die Empfehlungen freigibst und sie wirklich passen. Ein zufälliger Rabatt wirkt beliebig.
Hilfe bei Problemen
Wenn die Zustellung hakt, braucht der Kunde einen klaren Weg: was er tun kann, wie er dich erreicht. Das ist besser, als ihn mit dem Paketdienst allein zu lassen.
Wie hilft eine Fortschrittsanzeige?
Eine Fortschrittsanzeige zeigt in wenigen Schritten, wo die Bestellung steht. Zum Beispiel:
- Bestellung bestätigt
- Versendet
- Unterwegs
- In Zustellung
- Zugestellt
Der Kunde sieht auf einen Blick, wo er ist und was als Nächstes kommt. Das nimmt Unsicherheit und beantwortet Fragen, bevor sie gestellt werden.
Damit eine Fortschrittsanzeige hilft, sollte sie drei Dinge erfüllen:
- Echte Daten. Jeder Schritt muss auf einem echten Status beruhen. Eine Anzeige, die nur dekoriert, verwirrt eher.
- Wenige Schritte. Vier bis sechs reichen. Mehr wirkt auf dem Smartphone schnell unübersichtlich.
- Klare Worte. „In Zustellung“ versteht jeder. Interne Begriffe aus dem Lager nicht.
Eine Fortschrittsanzeige ist kein Selbstzweck. Sie ordnet den Status so, dass der Kunde nicht suchen muss. Das gilt für die Tracking-Seite genauso wie für die Bestellstatusseite in Shopify.
Welche Statusmails sind sinnvoll?
Die Tracking-Seite ist das eine. Das andere sind die Mails, die den Kunden dorthin bringen. Sinnvoll sind wenige, klare Nachrichten an den Stellen, an denen sich wirklich etwas ändert:
- Unterwegs: Das Paket hat das Lager verlassen. Mit Link zur Tracking-Seite.
- Zugestellt: Das Paket ist angekommen. Ein guter Moment für einen Dank und einen Hinweis zur Nutzung.
- Problem: Die Zustellung verzögert sich oder ist fehlgeschlagen. Hier zählt eine schnelle, ehrliche Info mit dem nächsten Schritt.
Wichtig: Die Mails sollten in deiner Marke und deinem Ton kommen, nicht als generische Benachrichtigung. Und jede Statusmail sollte auf deine Tracking-Seite verlinken, nicht auf die des Paketdienstes.
Wie gehst du mit dem Datenschutz um?
Eine Tracking-Seite zeigt Informationen zu einer Bestellung. Deshalb muss sie gut geschützt sein. Drei Punkte sind entscheidend:
- Persönlicher, nicht erratbarer Link. Der Aufruf sollte über einen Link laufen, den man nicht durch Ausprobieren von Bestellnummern findet.
- Keine persönlichen Daten auf der Seite. Status und Produkte reichen. Name, Adresse und E-Mail-Adresse gehören nicht auf eine Seite, die über einen Link erreichbar ist.
- Einwilligung für Werbung. Statusmails sind Teil der Vertragsabwicklung. Werbliche Inhalte per Mail brauchen in der Regel eine Einwilligung. Lass dich im Zweifel rechtlich beraten.
Welche Kennzahlen solltest du messen?
Branded Tracking ist nicht nur Design. Du kannst messen, was es bringt:
- Besuche auf der Tracking-Seite. Zeigt, wie oft Kunden nachschauen.
- Klicks auf Empfehlungen. Zeigt, ob die Produkte interessieren.
- Umsatz über die Sendungsverfolgung. Bestellungen mit einem Produkt, das vorher auf der Tracking-Seite angeklickt wurde.
- „Wo ist mein Paket“-Anfragen im Support. Vergleiche die Zahl vor und nach der Umstellung.
Beim Umsatz gilt: Er ist zugeordnet, nicht automatisch zusätzlich. Ein Teil dieser Käufe wäre vielleicht auch ohne Tracking-Seite passiert. Wie du den echten Mehrumsatz von zugeordnetem Umsatz trennst, steht im Beitrag zur Post-Purchase-Optimierung in Shopify.
Wie reduzierst du „Wo ist mein Paket“-Anfragen?
„Wo ist mein Paket?“ gehört zu den häufigsten Fragen an den Support von Onlineshops. Die meisten dieser Anfragen lassen sich vermeiden, wenn der Kunde die Antwort selbst findet.
Das hilft:
- Den Tracking-Link prominent platzieren. In der Versandbestätigung als Button, nicht als kleine Sendungsnummer im Fließtext.
- Den Status verständlich zeigen. Eine Fortschrittsanzeige statt einer Liste aus Logistikcodes.
- Proaktiv informieren. Eine Mail, wenn das Paket unterwegs ist, und eine, wenn es ein Problem gibt. Der Kunde erfährt es von dir, bevor er fragt.
- Den nächsten Schritt nennen. Bei Verzögerung: was passiert jetzt, und an wen wendet sich der Kunde.
Wer gut informiert ist, fragt seltener nach. Das entlastet deinen Support und macht die Wartezeit für den Kunden angenehmer.
So macht es rebond
rebond ist eine Shopify-App für die Zeit nach dem Kauf. Die Sendungsverfolgung ist darin enthalten.
Die Tracking-Seite liegt in deinem Shop. Sie übernimmt Header und Footer deines Themes und die Markenfarbe aus den Einstellungen. Darunter zeigt sie bis zu fünf freigegebene Empfehlungen passend zur Bestellung. Gibt es keine passenden, zeigt sie die Bestseller der letzten 60 Tage. Wie du Empfehlungen auswählst, steht unter Empfehlungen auf der Tracking-Seite.
Kunden kommen über einen persönlichen, nicht erratbaren Link auf die Seite. Sie zeigt keine Adresse, keinen Namen und keine E-Mail-Adresse. Den Button zur Seite fügst du per Snippet in Shopifys Versandbestätigung ein.
Die Statusmails kommen über den Skill Order-Tracking: unterwegs, zugestellt, Problem. In deiner Marke und mit Link auf deine Tracking-Seite.
Als Kennzahlen siehst du Besuche, Klicks auf Empfehlungen und den Umsatz über die Sendungsverfolgung. Dazu zählen Bestellungen mit einem Produkt, das höchstens 7 Tage vorher auf der Seite angeklickt wurde.
Heute funktioniert die Sendungsverfolgung nur mit DHL. Andere Paketdienste sind noch nicht angebunden. Mehr zu Einwilligung und Datenschutz findest du unter Datenschutz und Recht.
Du vergleichst gerade Anbieter für Sendungsverfolgung? Wir haben rebond ehrlich neben parcelLab, Shipup und AfterShip gestellt, inklusive der Fälle, in denen der andere Anbieter besser passt.
Häufige Fragen
Was ist Branded Tracking in Shopify?
Eine Sendungsverfolgung im Design deines Shops statt auf der Seite des Paketdienstes. Der Status kommt vom Paketdienst, der Kunde sieht ihn aber bei dir, mit deiner Marke und passenden Produkten.
Ist Branded Track and Trace dasselbe wie Branded Tracking?
Ja. Track and Trace ist der ursprüngliche Logistikbegriff für die Rückverfolgung einer Sendung. Im Shop-Alltag meinen beide Begriffe dieselbe gebrandete Sendungsverfolgung.
Welche Paketdienste unterstützt die Sendungsverfolgung von rebond?
Heute nur DHL. Andere Paketdienste sind noch nicht angebunden.
Werden auf der Tracking-Seite persönliche Daten angezeigt?
Bei rebond nicht. Die Seite zeigt keine Adresse, keinen Namen und keine E-Mail-Adresse. Aufgerufen wird sie über einen persönlichen, nicht erratbaren Link.
Reduziert Branded Tracking „Wo ist mein Paket“-Anfragen?
Es kann helfen, wenn der Status gut sichtbar und verständlich ist und Kunden bei Problemen proaktiv informiert werden. Wie stark der Effekt ist, siehst du, wenn du die Anfragen vor und nach der Umstellung vergleichst.
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