Inaktive Kunden per E-Mail anschreiben: Reaktivieren oder aussortieren?
Kontakte, die nie öffnen, kosten dich Geld und Zustellbarkeit. So entscheidest du, wen du zurückholst und wen du aussortierst.
Johannes Kröger · Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit
Deine Liste ist über die Jahre gewachsen. Viele Kontakte haben seit Monaten keine Mail geöffnet und nichts gekauft. Du schickst ihnen trotzdem jeden Newsletter, weil sie ja vielleicht doch wieder aktiv werden.
Das kostet dich mehr, als du denkst.
Warum inaktive Kontakte schaden
Postfachanbieter wie Gmail beobachten, wie Empfänger mit deinen Mails umgehen. Wenn ein großer Teil deiner Liste nie öffnet, bewerten sie deine Mails als weniger relevant. Die Folge: Auch deine aktiven Kunden finden deine Mails öfter im Spam oder im Werbe-Tab.
Dazu kommen die Kosten. Viele Tools rechnen nach Anzahl der Kontakte ab. Du zahlst also für Leute, die dir nichts bringen.
Wer ist eigentlich inaktiv?
Unterscheide zwei Gruppen:
Kunden, die gekauft haben und still geworden sind. Hier lohnt sich ein gezielter Versuch. Sie kennen dein Produkt und waren einmal zufrieden genug, um zu bestellen.
Kontakte, die nie gekauft haben. Newsletter-Anmeldungen für einen Willkommensrabatt, der nie eingelöst wurde. Hier ist die Chance deutlich kleiner.
Der Reaktivierungsversuch
Für beide Gruppen gilt: Schick nicht einfach weiter den normalen Newsletter. Mach einen klaren, kurzen Versuch mit zwei bis drei Mails.
- Mail 1: Ein konkreter Grund, wieder reinzuschauen. Bei ehemaligen Käufern etwas, das an die letzte Bestellung anknüpft.
- Mail 2: Etwas Nützliches ohne Verkaufsdruck, etwa ein Tipp oder eine Neuheit.
- Mail 3: Die ehrliche Frage, ob die Person weiter Mails von dir will, mit einem Klick zum Bestätigen.
Wer auf keine der drei reagiert, kommt aus dem regulären Versand raus.
Löschen oder nur pausieren?
Du musst nicht sofort löschen. Viele Shops verschieben inaktive Kontakte in eine eigene Liste, die keine regulären Mails mehr bekommt. Wer später wieder bestellt, wird automatisch wieder aktiv.
Aus Datenschutzsicht solltest du allerdings keine Daten ewig aufbewahren, die du nicht mehr nutzt. Leg dir eine feste Regel fest, wann endgültig gelöscht wird.
Was du danach siehst
Eine kleinere, aufgeräumte Liste bringt fast immer bessere Öffnungsraten und eine bessere Zustellbarkeit. Und du siehst klarer, wie deine Mails bei den Leuten ankommen, die wirklich zuhören.
rebond erkennt Kunden, die gerade leiser werden, bevor sie ganz inaktiv sind, damit du gar nicht erst eine große Liste toter Kontakte aufbaust. Mehr auf getrebond.io.
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